Gib Gas, ich will Spaß

Jetzt habe ich so richtig Gas gegeben, um mein Leben wieder zu etwas zu machen, dass sich wenigstens im Ansatz so bezeichnen läßt: „Leben“.
Meine Kollegen akzeptieren mich als der, der ich bin. Die meisten kannten mich ja noch als Fußgänger.
Die Musik ist wieder ein Teil meines Lebens geworden, nicht mehr ganz so intensiv, aber wieder mit viel Spaß.
Ich engagiere mich in sozialen Themen, bei Mobil mit Behinderung habe ich das Gefühl, Gleichgesinnte zu treffen und etwas bewegen zu können.

Aber irgend etwas stimmt trotzdem nicht. Je mehr ich mich anstrenge, desto unzufriedener werde ich.
Je mehr ich mich darauf konzentriere, den Fehler zu finden, desto unkonzentrierter werde ich.

Mein Arzt hört sich das ein paar Minuten lang an, dann zieht ein Lächeln über sein Gesicht, nicht gerade begeistert. Er wirkt eher so, als wollte er sagen: „Da habe ich schon lange drauf gewartet.“

„Tja, mein Lieber, das hört sich nach einem klassischen Burn-Out-Syndrom an.“
Ich und Burn-Out, da lachen ja die Hühner!

Aber so ganz scheint er nicht nebendran zu liegen. Ich habe nämlich eins vergessen: Bei allem Spaß, aller Abenteuerlust, dieses neue Leben zu entdecken und zu gestalten.
Ab und zu muss man einfach mal vom Gas gehen, den Leerlauf rein machen und das genießen, was da am Fenster vorbei zieht.

Wie sagte Evelyn Hamman als Fräulein Wachtel in ‚Piratensender Powerplay? „In der Ruhe liegt die Kraft!“
Das scheint nicht nur ein Spruch zu sein, da ist was dran.

Na ja, eigentlich war meine Sammlung an Dingen, die die katholischen Radfahrer zum Absteigen zwingen, ziemlich komplett.

Dachte ich.

Wie sagt meine Schwester? „Wenn du schon mal denkst!“

Mal sehen, wie dieses Abenteuer sich anläßt, da bin ich mal gespannt…

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